Inge Thöns/Herbert Blank
Au Pont de l’Europe – Die erste deutsche
Exilbuchhandlung in Paris (1933–1940)


Das Gästebuch der Exilbuchhandlung Au Pont de l’Europe, in das sich mehr als 60 Autoren und Künstler eingetragen haben, bot den Anstoß zu dieser Publikation. In akribischen und langjährigen Recherchen hat die Autorin Inge Thöns die Geschichte der Buchhandlung und ihrer Gründer, der Berliner Buchhändler Ferdinand Ostertag und Otto G. E. Wittenborn erforscht. Ihre Darstellung gibt erstmals Aufschluss über die Buchhandlung in der rue Vignon, die für viele deutsche Exilanten eine erste kulturelle Anlaufstelle und zugleich ein bedeutender Treffpunkt für Autoren und Bücherliebhaber aus den unter­schiedlichsten Ländern war. Ergänzt wird ihr Text durch ein Faksimile des Gästebuches und von Herbert Blank verfassten biographischen Miniaturen zu den Besuchern der Buchhandlung, die sich darin verewigt haben. Neben deutschen Autoren wie Alfred Döblin, Carl Einstein, Lion Feuchtwanger, Heinrich Mann , Klaus Mann, Ludwig Marcuse, Robert Musil, Anna Seghers oder Carl Sternheim, finden sich hier auch André Gide, Julien Green, Gertrude Stein und Paul Valery ebenso wie Marlene Dietrich, Douglas Fairbanks, Alfred Flechtheim, Lotte Lenya und Kurt Weill neben vielen anderen. Das Buch Au Pont de l’Europe beleuchtet Schicksale von Buchhändlern, Autoren und ihren Büchern in Zeiten historischer Düsternis und Unsicherheit.